03.04.2026 | 17 Uhr | Dom St. Marien
Chor- und Orgelvesper am Karfreitag
Mitglieder des Konzertchor Leipzig
Domkantor Karl Joseph Eckel (Orgel & Leitung)
Lesung und Geistlicher Impuls: Pfrn. Insa Lautzas
Johann Sebastian Bach (1685-1750) | Fuge e-Moll, BWV 548
Begrüßung
Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) | Abendlied, op. 69/3 (Lk 24,29)
Bleib bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt.
Lesung I: Mt 26, 30.36-46 (Jesus in Gethsemane)
Joachim a Burck (1546-1610) | Im Garten leidet Christus Not
Im Garten leidet Christus Not, den Vater bitt, ringt mit dem Tod,
sein blutig Schweiß auf Erden fällt, den Feinden er sich willig stellt.
Der Herr mit seinen Jüngern saß, das Osterlamm zum letzten aß,
da stift er uns sein Leib und Blut in Speis und Trank, meint’s herzlich gut.
Siehe, das ist Gottes Lamm, aller Welt Sünd macht ihm bang,
Sünd und Straf zugleich es trägt, selig ist, wer’s herzlich glaubt.
Lesung II: Mt 26, 47-56 (Gefangennahme Jesu)
Johann Kuhnau (1660-1722) | Tristis est anima mea (Mt 26, 38/56)
Tristis est anima mea usque ad mortem; sustinete hic et vigilate mecum. Jam, jam videbitis turbam, quae circumdabit me, vos fugam capietis. Et ego vadam immolari pro vobis.
(Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibet hier und wachet mit mir. Bald werdet ihr die Rotte sehen, die mich umgeben wird; ihr werdet fliehen. Doch ich werde hingehen, um mich für euch zu opfern)
Lesung III: Mt 26, 57-60.69-75 (Jesu vor dem Hohen Rat und Verleugnung des Petrus)
Johann Sebastian Bach | An Wasserflüssen Babylon, BWV 653
An Wasserflüssen Babylon, / da saßen wir mit Schmerzen; / als wir gedachten an Zion, / da weinten wir von Herzen; /
wir hingen auf mit schwerem Mut / die Orgeln und die Harfen gut / an ihre Bäum der Weiden, / die drinnen sind in ihrem Land, /
da mussten wir viel Schmach und Schand / täglich von ihnen leiden. (nach Psalm 137)
Oder heute bekannt als der Choral "Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld", Ev. Gesangbuch Nr. 83
Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld / der Welt und ihrer Kinder; / es geht und büßet in Geduld / die Sünden aller Sünder; /
es geht dahin, wird matt und krank, / ergibt sich auf die Würgebank, / entsaget allen Freuden; / es nimmet an Schmach, Hohn und Spott, / Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod / und spricht: "Ich will’s gern leiden."
Lesung IV: Mt 27, 11-18.20-26 (Jesus vor Pilatus)
Orgelstück
Lesung V: Mt 27, 27-31 (Jesu Demütigung und Kreuzigung)
Friedrich Silcher (1789-1860) | Schau hin nach Golgatha, op. 9/4
Schau hin nach Golgatha! Dort schwebt am Kreuzesstamm im Todeskampf dein Jesus, mit deiner Schuld. Schau hin! Schau hin! Er neigt sein sterbend Haupt. Es bricht sein Herz. Selbst Engel weinen des Welterlösers Tod.
Lesung VI: Mt 27, 33-43 (Jesus am Kreuz)
Johannes Brahms (1833-1897) | Herzlich tut mich verlangen (Melodie: O Haupt voll Blut und Wunden)
Lesung VII: Mt 27, 45-50 (Jesu Tod)
Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594) | Tenebrae factae sunt
Tenebrae factae sunt, dum crucifixissent Jesum Judaei.
Et circa horam nonam exclamavit Jesus voce magna: Deus meus, ut quid me dereliquisti?
Exclamans Jesus voce magna ait: Pater, in manus tuas commendo spiritum meum.
Et inclinato capite emisit spiritum.
(Und es ward Finsternis, als sie kreuzigten Jesum Christum. Und um die neunte Stunde rief Jesus laut: Mein Gott, warum hast du mich verlassen? Und Jesus rief abermals laut und sprach: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist.
Und neigte sein Haupt und starb.)
Geistlicher Impuls
György Deák-Bárdos (1905-1991) | Eli, Eli (Mt 27, 46)
Et circa horam nonam clamavit Jesus voce magna: Eli, Eli, lamma sabactháni?
(Und um die neunte Stunde rief Jesus laut: Mein Gott, warum hast du mich verlassen?)
Lesung VIII: Mt 27,51-54.57-60 (Jesu Grablegung)
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1848) | Trauergesang, op. 116
Sahst du ihn hernieder schweben in der Morgenröte Lichtgewand? Palmen strahlten in des Engels Hand; sein Berühren trennt des Geistes Leben von der Erdenhülle schwerem Band. Wem, o Engel, rufet dein Erscheinen? Sag, wem gilt dein Flug so ernst und hehr?
Was erblick‘ ich! Aller Augen weinen, ach, ihr Liebling ist nicht mehr! Lächelnd schlief er ein, des Himmels Frieden strahlt vom vielgeliebten Angesicht, und die Mien‘, in der sein Geist hienieden sich verklärt, verließ ihn sterbend nicht.
Gebet und Segen
Johann Sebastian Bach | So gibst du nun, mein Jesu, gute Nacht, BWV 412
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Am Ausgang bitten wir Sie herzlich um eine Spende und
wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen ein gesegnetes Osterwochenende!
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