02.08.2026 | 17 Uhr
Dom St. Marien
Orgelkonzert: "Preisgekrönt!"
Liliia Pechenkina (Leipzig)
Programm:
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Toccata, Adagio und Fuge C-Dur, BWV 564
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Andante, KV 616
Robert Schumann (1810-1856)
Fugue II „Lebhaft“ aus „6 Fugen über den Namen BACH“, op. 60/2
Charles-Marie Widor (1844-1937)
Symphonie gothique Nr. 9 c - moll, II. Andante sostenuto
Symphonie Nr. 6 in g-Moll, I. Allegro
Max Reger (1873-1916)
Choralphantasie «Straf mich nicht in deinem Zorn», op. 40/2
Internationale Preisträgerin Liliia Pechenkina zu Gast in Zwickau
Mit der Organistin Liliia Pechenkina ist eine der profiliertesten Vertreterinnen der jungen internationalen Orgelszene im Dom St. Marien zu Gast. Die aus der russischen Region Perm stammende Musikerin konzertiert im Rahmen der Konzertreihe an der großen Eule-Orgel und präsentiert ein Programm, das klangliche Vielfalt, Virtuosität und musikalische Ausdruckskraft eindrucksvoll miteinander verbindet.
Liliia Pechenkina wurde 1996 in Tschaikowskaia (Region Perm) geboren. Nach einem mit Auszeichnung abgeschlossenen Klavierstudium an der Musikhochschule Perm studierte sie Orgel bei Prof. Daniel Zaretsky sowie Cembalo bei Prof. Dr. Ivan Rosanoff am Staatlichen Konservatorium St. Petersburg. Ein Erasmus-Aufenthalt führte sie 2020/21 an die Hochschule für Musik Freiburg zu Prof. Matthias Maierhofer und Vincent Dubois. Anschließend setzte sie ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig bei Prof. Martin Schmeding fort, wo sie zunächst ihren Master mit Auszeichnung abschloss und 2026 ebenfalls mit Auszeichnung promovierte. Heute unterrichtet sie selbst die Fächer Orgel und Cembalo am Staatlichen Konservatorium St. Petersburg.
Ihre außergewöhnliche künstlerische Qualität belegen zahlreiche internationale Auszeichnungen. Sie gewann unter anderem den Grand Prix des Internationalen Nemtin-Wettbewerbs, erste Preise bei renommierten Orgelwettbewerben in Moskau, St. Petersburg und Gatschina sowie den Publikumspreis des Deidesheimer Musikherbstes. Darüber hinaus wurde sie 2020 in Russland als „Organistin des Jahres“ ausgezeichnet und erreichte Finalrunden bedeutender Wettbewerbe in Freiburg und Korschenbroich.
Das Konzertprogramm spannt einen Bogen durch mehrere Jahrhunderte der Orgelliteratur. Barocke Meisterwerke zeigen die kunstvolle Polyphonie und den architektonischen Reichtum der Orgelmusik, während romantische Kompositionen mit farbenreichen Klangwelten und großer emotionaler Ausdruckskraft begeistern. Ergänzt wird das Programm durch Werke des 20. Jahrhunderts, die die orchestralen Möglichkeiten der großen Eule-Orgel eindrucksvoll zur Geltung bringen. So entsteht ein abwechslungsreicher Konzertabend, der sowohl Kenner als auch neugierige Erstbesucher anspricht.
Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird um eine Spende zur Unterstützung der kirchenmusikalischen Arbeit am Dom St. Marien gebeten.