05.07.2026 | 17 Uhr
Katharinenkirche Zwickau
Tacheles - Klezmer Band
Am Sonntag, den 05. Juli um 17:00 Uhr spielt die Tacheles Klezmer Band in der Katharinenkirche (Katharinenstr. 34) in Zwickau ein Klezmerkonzert. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Der Charakter dieser traditionellen jiddischen Volksmusik Osteuropas ist melancholisch und lebenslustig zugleich. Schostakowitsch beschrieb es als „Lachen unter Tränen.“ Der Grund sind die besonderen Tonarten und ungewöhnlichen Rhythmen, in denen diese Musik gespielt wird.
Klezmermusik entstand über die Jahrhunderte mit vielen Einflüssen aus dem pannonischen und osteuropäischen Raum. Durch die (zumeist unfreiwilligen) Wanderungsbewegungen der Juden haben sich im Klezmer viele Volksmusiktraditionen vermischt und weiterentwickelt. Die vielfältigen Einflüsse kommen vor allem aus Ungarn, Rumänien, der Ukraine, Polen, vom Balkan, ja bis aus Griechenland und Nordafrika. Diese einzigartige Musik war ursprünglich Gebrauchsmusik für Hochzeiten, Dorffeste und andere Gelegenheiten. Auch von Kirchen wurden die „Klezmorim,“ wie die Klezmermusiker genannt werden, gerne gebucht.
Nach dem Verlust dieser Musiktradition im Holocaust und ihrer allmählichen Wiederbelebung seit den 1980er Jahren ist die Tacheles Klezmer Band Teil einer neuen Generation von Klezmermusikern, die diese reiche musikalische Kultur wieder aufleben lässt. Die Musiker der Tacheles Klezmer Band begeistern sich nicht nur für die speziellen Tonarten und Rhythmen dieser einzigartigen Musik, sondern tragen ihre eigene Begeisterung mit mitreißender Spielfreude auch direkt an ihr Publikum weiter. Mit einer Mischung aus traditionellem Klezmer und Balkanmusik, aus scharfen Rhythmen und melancholischer Wehmut, schaffen sie eine besondere Atmosphäre, die gleichermaßen zum Tanzen und Träumen einlädt. Durch die Moderation erfahren Sie viele Details über die Stücke, über Klezmermusik und nicht zuletzt über die reiche Geschichte der Juden Osteuropas.
Die Tacheles Klezmer Band aus Ludwigshafen konzertiert seit 10 Jahren in der Rhein-Neckar-Region und darüber hinaus. Zum „Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“ sind sie nach Sachsen gereist.