Singt Schütz! 2026
Musikalische Vesper mit Chormusik von Heinrich Schütz
Samstag, 21.3. um 17 Uhr im Pauluskirchemeindehaus Zwickau-Marienthal
Sonntag, 22.3. um 9.30 Uhr in der Kirche Zwickau-Auerbach
Schütz wurde 1585 geboren und wirkte viele Jahre als Hofkapellmeister in Dresden. Er lebte in einer Zeit großer Umbrüche, besonders während des Thirty Years' War. Trotz dieser schwierigen Zeit schuf er eine beeindruckende Zahl geistlicher Werke, die bis heute zu den wichtigsten der deutschen Kirchenmusik zählen.
Einen entscheidenden Einfluss auf Schütz hatte seine Studienzeit in Italien. In Venedig lernte er bei dem Komponisten Giovanni Gabrieli die venezianische Mehrchörigkeit kennen. Dabei werden mehrere Chöre oder Sängergruppen räumlich getrennt aufgestellt und treten musikalisch miteinander in Dialog. Diese Technik übernahm Schütz und entwickelte daraus einen eigenen Stil, der italienische Klangpracht mit deutscher Textverständlichkeit verbindet.
Ein zentrales Merkmal seiner Musik ist die enge Verbindung von Wort und Klang. Für Schütz war es besonders wichtig, dass der Text deutlich verständlich bleibt und seine Bedeutung musikalisch ausgedrückt wird. Gefühle wie Trauer, Hoffnung oder Freude werden durch Klangfarben, Dynamik und den Wechsel zwischen Solisten und Chor hörbar gemacht.
Zu seinen bekanntesten Werken gehören die festlichen Psalmen Davids, die eindrucksvolle Trauermusik Musikalische Exequien sowie die Sammlung Geistliche Chormusik. In diesen Werken zeigt sich die große Ausdruckskraft seiner Chormusik – von stiller Andacht bis zu strahlender Feierlichkeit.
Mit seiner Musik legte Schütz einen wichtigen Grundstein für die deutsche Barockmusik und beeinflusste spätere Komponisten wie Johann Sebastian Bach.
Programm:
Ehre sei dir, Christe (Matthäuspassion)
Psalm 23 aus Symphonie sacrae SWV 398 (8 Stimm.)
Herr, wenn ich nur dich (8 Stimm.)
Unser keiner lebet ihm selber (5 Stimm.)
Was mein Gott will
Verleih uns Frieden

Mitwirkende:
